Cameron Muncey (Jet): „There is something special about the smell, feel and look of cd’s or vinyl in brown paper“

Jet (Foto:Beatrice Neumann_Real Horrorshow Records_Five Seven Music)
Jet (Foto:Beatrice Neumann/Real Horrorshow Records/Five Seven Music)

How important is the specialized trade for you in times of the Internet and MP3, as a musician as well as a customer and music fan?

There is still and always will be the value of something you can examine in the flesh, actually hold in your hand before and after you buy it, also the fact that one is more likely to come across the unexpected and therefore be better off going to a good store than the other options out there. Basically if record stores ceased to exist the world would be a duller, greyer place for music.

What meaning do record stores have for the music culture in the general and for your music in particular?

For music culture I think they provide a place where you feel closest to the music. You can go through the shelves and time travel, look to the past and the future, also I think it  plays a part in drawing the new generation of music lovers into the fold.

When and where did you buy your first records or CDs and what memories do you connect with record stores?

My first records were bought at specialty stores stocking big dusty selections of things that I had never heard of. More often than not it was the cover that drew me in and more often than was clever I drove home in a $500 dollar car with $300 worth of records in the back seat….. Oh and always wrapped in brown paper, there is something special about the smell, feel and look of cd’s or vinyl in brown paper.

What are your current CD tips and which musicians and albums should not be missing from any CD shelve?

I love a great soul voice and a good chilled summer album so I recently bought ‚Sunny side up‘ the second offering form Paulo Nutini the South American/Scottish singer. He has a really good soulful way of using his pipes….

For my money some good off the beaten track, soul compilations are absolutely necessary for any music lover, they come in handy at all night parties or when you are kicking back at home reading a book…. a must have.

Jet im Web: www.jettheband.com

James Morrison: „In einen Laden zu gehen und eine Platte zu kaufen ist eine Erfahrung“

„I support Record Store Week, because buying records not online is becoming an old trademark it needs to be kept alive to stop the online-generation missing out on so much great music that you can look at too.”

James Morrison (Foto: Universal Music Group)
James Morrison (Foto: Universal Music Group)

Wie wichtig ist für Dich der Fachhandel in Zeiten von Internet und MP3, sowohl als Musiker als auch als Kunde und Musikfan?

Für mich persönlich gibt es nichts vergleichbares dazu, in einen Plattenladen zu gehen und physisch ein Album zu kaufen das du gesucht hast – also ist es sehr wichtig. Besonders weil Du hier Alben finden und kaufen kannst die Du online nicht bekommst.

Welche Bedeutung haben Plattenläden für die Musikkultur im allgemeinen und für Deine Musik im besonderen?

Es ist ein Ort, um Platten zu kaufen. Ich denke, in einen Laden zu gehen und eine Platte zu kaufen ist eine Erfahrung, online kaufen ist sehr eigenartig. Du kannst nicht nach Meinungen und so fragen. So war es schon für lange Zeit und es sollte am besten auch so bleiben.

Wann und wo hast Du Deine ersten Schallplatten oder CDs gekauft, und welche Erinnerungen verbindest Du Sie mit Plattenläden?

Meine erste Platte war „Bad“, meine Mum hat sie mir besorgt. Ich weiß nicht wo sie sie her hatte, aber es war das beste was ich je besessen habe. Ich erinnere mich daran, dass ich als Kind all’ die Platten gesehen habe, die ich mir kaufen wollte, aber nicht leisten konnte.

Was sind Deine aktuellen CD-Tipps, und welche Musiker und Alben sollten in keinem CD-Regal fehlen?

Nicht fehlen sollten Stevie Wonder, Van Morrison, Otis Redding, Nirvana, Sublime. Kürzlich habe ich mir CDs von Fat Freddies Drop, Citizen Cane, James Hunter und Eminem gekauft – alles wirklich gute Künstler und großartige Musiker.

James Morrison Handwriting

Dennis Lisk: „Wir alle sind mit Plattenläden aufgewachsen“

„Ich unterstütze die Plattenladenwoche, weil Plattenläden die Navigationssysteme dieses so wundervollen Universums namens Musik bleiben sollen. Es muß allerdings einiges investiert werden in Sachen Raumfahrttechnik!“

Dennis Lisk (Pressefoto/Sony Music)
Dennis Lisk (Foto: Sony Music)

Wie wichtig ist für Dich der Fachhandel in Zeiten von Internet und MP3, sowohl als Musiker als auch als Kunde und Musikfan?

Ich liebe Plattenläden, aber sie müssen unbedingt konkurrenzfähig bleiben. Das Wort „konkurrenzfähig“ allein ist schon schwierig genug, wenn es um eine Leidenschaft wie Musikhören geht. Aber noch schwieriger für Plattenläden wäre es, wenn sie das Thema „Konkurrenz“  unterschätzen oder verdrängen würden. Plattenläden müssen Serviceoasen sein, in denen es Insidertipps und ein freundliches Lächeln gratis gibt. Ich denke, ein guter „konkurrenzfähiger“ ;-) Plattenladen von heute muß sowohl Nische als auch Pop gut und besonders auch gerne anbieten können. Er muß natürlich sortiert sein und trotzdem Raum lassen für zufällige Entdeckungen. Aber neben dem Anspruch, exklusiv zu sein sollte er dennoch dem Mainstream nicht den Rücken kehren. Und – all seiner liebe zu haptischen Tonträgern zum Trotz – dennoch auch Tipps geben können, wie man exklusive, rare Remixe oder sonstige Versionen von Songs erhält, die es als konventionellen Tonträger gar nicht mehr gibt.

Welche Bedeutung haben Plattenläden für die Musikkultur im allgemeinen und für Deine Musik im besonderen?

Wir alle sind mit Plattenläden aufgewachsen. Ich habe Stunden und Tage dort verbracht. Meistens habe ich erst dann aufgehört, alte Soul-Platten nach Samples abzuklopfen, wenn der Harndrang stärker wurde als der Wille, gute Musik zu entdecken. Das zum Thema „Service“ ;-) Mittlerweile hat sich das etwas geändert bei mir. Ich kaufe auch viel im Netz. Viele Remixe gibt es auf Tonträgern gar nicht mehr. Plattenläden müssen so etwas berücksichtigen und viel mehr anbieten, als „nur“ den klassischen Tonträger. Siehe Turntlable-Lab in Los Angeles. Da kann man sich nebenbei noch einkleiden, nimmt das neueste Mixtape von DJ-Sonstwem mit, kauft sich zwischendurch noch eine MPC-1000 und hört das erste Mal von diesem einen, neuen extrem geilen Musik-Magazin…oder stöbert im Urban-Arts Buch. Kurzgesagt: Es heißt, Plattenläden seien in einer Sackgasse. Aber ich glaube vielmehr, gute Plattenläden haben hunderte Wege vor sich. Die sie allerdings auch alle gehen müssen. Dann sind sie Ideengeber und Wegweiser in diesem so unübersichtlichen Kosmos namens Musik. Dann sind Plattenläden wieder das, was sie sein sollten. Die Navigationssysteme der Musikindustrie. Nur das man als Konsument nicht das Ziel, sonder nur den Herkunftsort einzugeben braucht.

Wann und wo hast Du Deine ersten Schallplatten oder CDs gekauft, und welche Erinnerungen verbindest Du mit Plattenläden?

Alles non-exklusive in Läden wie WOM, und alles in Sachen Raritäten und 2nd Hand bei Scratch in der Schanzenstraße in Hamburg. Oder bei Zardoz in Altona und im Schulterblatt. Die hatten auch eine relativ gute Balance zwischen Qualitäts-Pop und Nische. Da gab es zeitweise auch guten Kaffee, Gebäck, Bücher und – eine Toilette! Und man durfte rauchen! Ein guter Ansatz. Die populärste Insider-Adresse war ganz bestimmt „Groove City“, früher noch beim Hamburger Pferdemarkt oder Michelle Records in der Innenstadt.

Was sind Deine aktuellen CD-Tipps, und welche Musiker und Alben sollten in keinem CD-Regal fehlen?

In jedem Musikstore sollte es ein Stevie Wonder Ehren-Regal geben ;-) Aber im ernst: Manche Alben wie Eminem´s  „Relapse“ sollten ein Gegenbeispiel wie Asher Roth´s neues Album haben. Und alle Genres sollten gleich speziell und gut sortiert angeboten werden. Mir sollte jemand sagen können, welches der meist gehörte Song von zum Beispiel Franz Ferdinand ist und ob „Tonight:Franz Ferdinand“ ein sinnvoller Kauf ist, wenn man noch kein Album dieser Band und nur 20 Euro in der Tasche hat. All solche Dinge halt. Besonders darf man als Kunde keine Angst davor haben, wenig musikalisches Wissen zu haben und Fragen zu stellen. Ach ja… „alles“  in Sachen Musik kann natürlich kein Plattenladen dieser Welt anbieten. Deswegen müßte man vor Ort ordern können und nach Hause geschickt bekommen. Das wichtigste allerdings bleibt, daß der Gang zum Plattenladen alleine schon ein wunderbares Ereignis ist.

Florian Frenzel (I Might Be Wrong): “ Mit etwas Greifbaren in der Hand nach Hause zu gehen, ist zehnmal so schön wie jedes neue Ipod Design“

I Might Be Wrong (Foto: Alive)
I Might Be Wrong (Foto: Alive)

Wie wichtig ist für Dich der Fachhandel in Zeiten von Internet und MP3, sowohl als Musiker als auch als Kunde und Musikfan?

Das Kaufen und  Erleben eines physischen Tonträgers ist für mich heute, in Zeiten von schnellen Downloadlinks, überfluteten weißen Laptops an unzähligen MP3s, die unter Einbußung starker Qualitätsverluste im Netz kursieren, wichtiger denn je. Das Hören und Wahrnehmen von Musik hat sich damit in den letzen Jahren drastisch gewandelt und in der breiten Masse ist damit auch das Bewusstsein für die Wertschätzung von Musik als Kunstform verloren gegangen. Das Verständnis dafür, ein komplettes Werk eines Künstlers in der Hand zu halten ist, unter dem Druck von „shuffle“ und „skip“ Funktionen, in den Hintergrund gedrängt worden und beeinflusst damit auch die Verbindung zu der Musik drastisch.

Welche Bedeutung haben Plattenläden für die Musikkultur im allgemeinen und für Deine Musik im besonderen?

Vor ein paar Jahren war es fast noch normal sich durch den Besuch eines Plattenladen in der Musikwelt an Neuland zu wagen und in kleinen staubigen Ecken kleine Schätze zu entdecken. Heute ist durch das Internet der Zugang dazu auch in positiver Weise vorangeschritten und damit natürlich viel breiter und einfacher für jeden geworden. Doch genauso leichtfüßig, wie der Zugang zu der Musik, ist auch der Umgang mit ihr selbst und das damit verbundene Selektieren geworden, sodass viele Platten nicht mehr die Zeit vom Hörer bekommen, die sie eigentlich so dringend brauchen. Sich auch auf Fehlgriffe beim Kauf von Tonträgern einzulassen und diese auch zu überleben war und ist genauso wichtig, wie das sich Zeit nehmen für das Hören von Musik. Und dann noch mit etwas Greifbaren in der Hand nach Hause zu gehen, ist dann letztendlich doch auch zehnmal so schön wie jedes neue Ipod Design.

Wann und wo hast Du Deine ersten Schallplatten oder CDs gekauft, und welche Erinnerungen verbindest Du mit Plattenläden?

Ich erinnere mich an meine ersten Gehversuche beim Schallplattenkaufen, nachdem ich mich von meinem knarzenden und springenden CD-Spieler ein für alle mal getrennt hatte und verbinde damit viel Spannung und Aufregung. Das Bewusstsein, dass Musik heute genauso gut funktionieren könnte wie vor dreißig Jahren hat sich dann auf eine angenehme Art und Weise bei mir eingelagert und ist bis heute dicht an meiner Seite. Es ist etwas anderes in einem Plattenladen zu stehen und nicht zu Wissen womit man am Ende des Besuches nach Hause geht und wer hier was am vorhergehenden Tag neu angeschleppt hatte. Man stöbert, wundert sich, lacht sich kaputt, erinnert sich, fühlt sich wie seine Eltern mit zwanzig, nimmt sich Zeit, stellt zurück und geht mit immer wieder neuen Entdeckungen nach Hause. Und das macht dann letztendlich eine Platte auch wirklich wertvoll, wenn man mit ihr etwas verbinden kann und einen gewissen Aufwand betrieben hat, um sie in einer bestimmten physischen Form zu erlangen.

Was sind Deine aktuellen CD-Tipps, und welche Musiker und Alben sollten in keinem CD-Regal fehlen?

Vor allem für das Gefühl einer Vinyl ist „Bibio“ mit seiner neuen Platte „Ambivalence Avenenue“ (Warp Records) und all seinen alten Platten ein riesengroßer Lieblingskünstler, der versteht Musik als Eindruck und Gefühl einzufangen und Melodien um derer Klang- und Entstehungswillen schafft und festhält. Auch riesengroß und immer wieder Gut, die letzte „Delbo“ (Loob Musik). Dann noch ein bisschen „Bobby and Blumm“ (Morr Music) für zwischendurch.  Und sowieso grandios, die neue „Siva“, betitelt mit den schönen Worten „Same Sights, New Light“ (Devil Duck).

Will Benoit (Constants): “ I’ve been turned on to a lot of bands by taking a chance on an album in the record store“

„I support Record Store Week, because  if you don’t support the good record stores, all you’ll have left is Media Market.  No one should have to buy a coffee maker, a refrigerator and the new Mastodon record in the same place… „

Constants (Pressefoto/Alive)
Constants (Foto: Alive)

How important is the specialized trade for you in times of the Internet and MP3, as a musician as well as a customer and music fan?

Essential!  It’s already hard enough to make a living selling
records, so having good, localized record stores that support bands and the  local music scene is really important to keeping music alive.  We are lucky  here in New England to have local chains like Bull Moose and Newbury Comics  that help keep prices down and really support local music.

What meaning do record stores have for the music culture in the general and  for your music in particular?

I’ve been turned on to a lot of bands by taking a chance on an album in the record store.  „Browsing“ on myspace for new bands doesn’t compare to the experience of flipping through albums and checking out artwork while
there is music blaring in the background.  I love seeing end caps: what are the top 10 albums being sold in this store? what are the employee picks this week?  What „sounds from the underground“ are on sale?  It’s cool to be able to immerse yourself in music culture in a way that you just can’t do with a computer in front of you.

When and where did you buy your first records or CDs and what memories do you connect with record stores?

There was a tiny indie record store in my hometown that I would ride my bike to literally every day.  It was the only place within 20 miles where labels would send promos, and those promos would end up in the „used“ bin.
I was turned on to so much good music as a result.  I befriended the store owner and he’d let be borrow his Miles Davis records and I’d go home and make tapes of everything he lent me.  I truly believe that little record
store is single handedly responsible for me having eclectic taste in music.  From „kind of blue“ to „heartwork“  I found it all there when I was a kid.

What are your current CD tips and which musicians and albums should not be  missing from any CD shelve?

So far this year, the new albums from Mastodon, the Appleseed Cast,  Darkest Hour, and City of Ships are all excellent and come highly recommended.

Schiller: „Für mich ist der Plattenladen ein kreatives Refugium“

„Ich unterstütze die Plattenladenwoche, weil man Musik auch anfassen kann.“

Schiller (Foto: Ben Wolf/Universal)
Schiller (Foto: Ben Wolf/Universal Music Group)

Wie wichtig ist für Dich der Fachhandel in Zeiten von Internet und MP3, sowohl als Musiker als auch als Kunde und Musikfan?

Für mich ist der Plattenladen ein kreatives Refugium – hier kann ich Musik direkt hören und fühlen. Man kann sich ein genaueres Bild vom Künstler machen, und als Künstler kann man sich intensiver darstellen. Musik zum „Anfassen“ ist nach wie vor unverzichtbar – trotz der Bequemlichkeit von Download-Shops gehört für mich der Plattenladen einfach dazu.

Welche Bedeutung haben Plattenläden für die Musikkultur im allgemeinen und für Deine Musik im besonderen?

Plattenläden sind auch ein Ort, in dem Begegnungen stattfinden. Ein direkter Austausch. Und eine Empfehlung vom Plattenladen-Mann ist eben direkter und kreativer als eine Empfehlung aufgrund einer digitalen Kaufverhaltens-Analyse.

Wann und wo hast Du Deine ersten Schallplatten oder CDs gekauft, und welche Erinnerungen verbindest Du mit Plattenläden?

Ich habe meine erste Schallplatte in einem kleinen Ort in Niedersachsen gekauft – der örtliche Hifi-Laden mit einer rudimentär sortierten Plattenabteilung. Später war dann WOM immer ein Erlebnis…mitunter habe ich dort Stunden zugebracht. Und man hat sogar geduldig an der „Anhör-Bar“ angestanden, nur um neue Musik zu hören. Das geht heute natürlich einfacher. Aber Musik zum greifen kann auch der beste Online-Shop nicht bieten.

Was sind Deine aktuellen CD-Tipps, und welche Musiker und Alben sollten in keinem CD-Regal fehlen?

Jeder hat seine eigenen Hits, da gibt es keine Regeln. Ich habe mir knapp 30 Jahre nach Erscheinen zum ersten Mal ‚Thriller‘ gekauft und es bisher nicht bereut.

Mariha: „Ich finde eine CD im Laden zu kaufen ist wie sich die Frucht der Musik zu pflücken“

„Ich unterstütze die Plattenladenwoche, weil Musik Kultur ist und nicht Junkfood.“

Mariha (Foto: Elisha Smith-Leverock/Sony MUsic)
Mariha (Foto: Elisha Smith-Leverock/Sony Music)

Wie wichtig ist für Dich der Fachhandel in Zeiten von Internet und MP3, sowohl als Musiker als auch als Kunde und Musikfan?

Ich finde eine CD im Laden zu kaufen ist wie sich die Frucht der Musik zu pflücken – ich greife sie mir aus dem Regal, oder lasse sie mir reichen, ich warte nicht nur einsam vorm Rechner bis der Ladevorgang beendet ist und höre dann drauf los. Ich gehe los, raus, hole mir die Scheibe, trage sie nach Hause und dann höre ich sie.

Welche Bedeutung haben Plattenläden für die Musikkultur im allgemeinen und für Deine Musik im besonderen?

Ich denke das die Digitalisierung und das Internet allgemein als Erleichterung zur Beschaffung von Informationen, Musik und Unterhaltung aller Art empfunden wird, aber ich finde es liegen immer noch Welten zwischen der virtuellen, digitalisierten und der waschechten Welt draußen, um die Ecke, dort wo du lebst.

Es gibt ein ganz wunderschönes Booklet zu meinem Album und es erscheint als digi-pack aus Pappe. Ich rate deshalb davon ab, sich das Cover bloß bei i-tunes auszudrucken. Und bloß nicht in schwarz-weiß, sonst kann man das schöne rote Kleid nicht sehen.

Wann und wo hast Du Deine Ihre ersten Schallplatten oder CDs gekauft, und welche Erinnerungen verbindest Du mit Plattenläden?

Die große Wand mit den Singlecharts, Plattensingles versteht sich, eine für fünf Mark, n Heiermann. Aber da musste man ja auch nicht reinhören. In einem kleinen Plattenladen in Wien, als ich so achtzehn war, habe ich das erste Mal Stunden damit verbracht in aller Seelenruhe in Platten reinzuhören. Seit dem nehme ich mir immer viel Zeit zum Musik forschen gehen.

Was sind Deine aktuellen CD-Tipps, und welche Musiker und Alben sollten in keinem CD-Regal fehlen?

Das letzte Album von Tracy Chapman – „Where You Live“ ist echt sehr zu empfehlen. Emiliana Torrini und Fiona Apple und Torrun Ericson sollten nicht fehlen und es wäre toll sogar etwas von der Brasilanerin Maria Rita zu finden.

Alexander Zwick (Auletta): „Unabhängige Läden ermöglichen eine breitere Fächerung und mehr Diversität“

Auletta (Foto: Iwo Gospodinov/EMI)
Auletta (Foto: Iwo Gospodinov/EMI)

Wie wichtig ist für Dich der Fachhandel in Zeiten von Internet und MP3, sowohl als Musiker als auch als Kunde und Musikfan?

Unglücklicherweise gibt es in meinem Umkreis nur noch sehr wenige gut sortierte Plattenläden. Bin ich unterwegs lande ich aber sehr gerne in einem. Höhepunkt war wohl der Roughtrade-Laden in London…. ;-)

Welche Bedeutung haben Plattenläden für die Musikkultur im allgemeinen und für Deine Musik im besonderen?

Ich denke das sich die Entwicklung des Plattenvertriebs in gewisser Weise synchron zur Weltwirtschaft entwickelt. Die Tendenz geht zu einigen großen Anbietern mit enorm viel Einfluss. Unabhängige Läden ermöglichen eine breitere Fächerung und mehr Diversität, was sich dann schließlich wohl auch in der Musik widerspiegeln kann.

Wann und wo hast Du Deine ersten Schallplatten oder CDs gekauft, und welche Erinnerungen verbindest Du mit Plattenläden?

In einem mittelgroßen CD-Laden in Mainz, während der Schulpause. Ähnlich wie heute hat man sich den Kram erst angehört und dann gekauft oder aber auch nicht.

Was sind Deine aktuellen CD-Tipps, und welche Musiker und Alben sollten in keinem CD-Regal fehlen?

Aktuell: Vampire Weekend

Was nicht fehlen sollte: Bowie, Dylan, Clash, Beatles

Sebastian Block (Mein Mio): „Plattenläden bergen ihren eigenen Charm“

„Ich unterstütze die Plattenladenwoche, weil ich nicht will das der Plattenladen seine Daseinsberechtigung verliert, da es hier wie überall immer Alternativen geben sollte.“

 

Mein Mio (Pressefoto)

Wie wichtig ist für Dich der Fachhandel in Zeiten von Internet und MP3, sowohl als Musiker als auch als Kunde und Musikfan?

Da ich ein verfechter der CD bzw. auch aller anderen physischen Medien bin, halte ich den Plattenladen für sehr wichtig. Mit MP3s und dem Internet verschwindet mehr und mehr die reelle Präsenz des Künstlers. Am Ende haben wir 1000 Titel auf einem USB Stick und die Hälfte davon trägt den Namen „unknown title / unknown artist“.

Welche Bedeutung haben Plattenläden für die Musikkultur im allgemeinen und für Deine Musik im besonderen?

Plattenläden bergen ihren eigenen Charm. Das fehlt den rein virtuellen Plattformen. Oft stößt man auf unbekannte Musik durch Titel, die in den Läden laufen, oder durch eine persönliche Beratung. Unter anderem haben die Plattenläden in meiner Heimatstadt auch immer die lokale Musikszene gefördert, indem sie EPs und Alben (auch ohne Label) in ihr Sortiment aufgenommen haben.

Wann und wo hast Du Deine ersten Schallplatten oder CDs gekauft, und welche Erinnerungen verbindest Du mit Plattenläden?

Ich hab meine erste Platte im Plattenladen „Kunstkabinett“ meiner Heimatstadt Brandenburg an der Havel gekauft. Durch das zwar kleinere, aber individuellere Angebot bin ich damals auf viel gute Musik gestoßen. Man muss dazu sagen, das es damals außer dem Medium Radio, Magazine und Fernsehen nichts gab worüber ich mich inormieren konnte.

Was sind Deine aktuellen CD-Tipps, und welche Musiker und Alben sollten in keinem CD-Regal fehlen?

Zur Zeit höre ich sehr oft „The Felice Brothers“. Eine großartige Folk Band aus Amerika. Sehr authentisch, großartige Texte und tolle Musik.

Live und draußen: Mein Mio am 26. September 2009 vorm Kunstkabinett in Brandenburg: