Archiv der Kategorie: Jazz

Ulrich Tukur: „Ich liebe die persönliche Beratung in kleinen Läden“ (Video)

Foto: © BFMI / Christian K. Weiß

“In der Nacht passieren die absonderlichsten Dinge“, betont Ulrich Tukur. “Die Nacht ist spannend und sie steht für so viel: für Liebe, Tod, Verbrechen, Rausch… Das sind doch tolle Themen, die sich da unter dem Stichwort “Nacht“ subsumieren – kein Wunder, dass sie so unendlich oft besungen, angedichtet und verkomponiert worden ist.“

Der Musiker und Schauspieler veröffentlicht am 3. September 2010 sein neues Album „Mezzanotte – Lieder einer Nacht“ auf Deutsche Grammophon.

Im Oktober folgt dann eine Tournee durch die Theaterhäuser Deutschlands.  Seinen Botschaft zum Thema Plattenladen sendete uns Ulrich Tukur direkt aus der Garderobe :

“In der Nacht passieren die absonderlichsten Dinge“, betont der Schauspieler und Musiker Ulrich Tukur. “Die Nacht ist spannend und sie steht für so viel: für Liebe, Tod, Verbrechen, Rausch…Das sind doch tolle Themen, die sich da unter dem Stichwort “Nacht“ subsumieren – kein Wunder, dass sie so unendlich oft besungen, angedichtet und verkomponiert worden ist.“ 

Till Brönner: „Ein bisschen wie in Urlaub fahren“ (Video)

Für sein exzellentes Trompetenspiel ist Till Brönner bekannt – drei Echo-Auszeichnungen und zahlreiche Goldene Schallplatten belegen das eindrucksvoll. Wenn der Jazz-Trompeter exzellente Alben anderer Musiker sucht, verlässt er sich auf die Empfehlungen des Plattenhändlers seines Vertrauens. Warum Plattenläden ein wohliges Gefühl bei ihm auslösen, verrät uns Till Brönner im Video:

Martin Grubinger – Video-Statement

Foto: Felix Broede

Seit seinem internationalen Durchbruch 2006 mit einem Marathon-Konzert im Wiener Musikverein, bei dem er nach zweijährigem Training acht Konzerte in vier Stunden gespielt hat, gilt Martin Grubinger als einer der weltbesten Perkussionisten, füllt die größten Konzertsäle der Welt wie die Carnegie Hall, und Komponisten schreiben Werke für ihn. Er begeistert sowohl Clubgänger als auch Klassikfans: Mit den unterschiedlichsten Stilrichtungen lockt er junge Leute in die Konzertsäle: Tango, Salsa, Samba, Minimal Music, Rock Drumming, Pop Drumming, Taiko-Drumming und mehr.

Trommeln ist für das Naturtalent Höchstleistung, Perfektion und Emotion pur. Bei seinen mehrstündigen Konzerten geht er bis an die Grenzen der Leitungsfähigkeit. Für seine körperliche Fitness trainiert er täglich beinahe wie ein Hochleistungssportler und wird sportmedizinisch betreut wie ein Marathonläufer. Eine Mischung aus Geschwindigkeit, Kraft und Koordination ist nötig, um den Belastungen standhalten zu können.

Wenn er mittendrin steckt in seiner perkussiven Welt, dann gibt es kein Halten mehr. Mit ähnlichem Enthusiasmus hat sich Grubinger kürzlich in eine neue Rolle begeben, nämlich als Moderator des neuen Klassikmagazins „KlickKlack“ beim Bayerischen Fernsehen, das er im Wechsel mit der Cellistin Sol Gabetta moderiert. Der junge Künstler, der im August 2010 seine erste CD bei der Deutschen Grammophon veröffentlicht, „trommelt“ ebenso begeistert für Plattenläden.

Trombone Shorty – Video-Statement

Seit er sich mit vier Jahren Posaune schwingend auf den Straßen von New Orleans in einen Musikzug mogelte, trägt Troy Andrews den Spitznamen „Trombone Shorty“. Sein Mix aus Rock, Funk, Jazz, Hip-Hop and Soul – kurz „Supafunkrock“ – begeistert nicht nur Lenny Kravitz, in dessen Horn Section Troy Andrews während der Tour 2005 spielte und der auf dem Album „Backatown“, das am 10.September erscheint, zu hören ist.

Warum Plattenläden für Trombone Shorty wichtig sind, erzählt er uns in seinem Video-Statement:

Hamel – Video-Statement

Seit dem 14. Mai steht Hamels Album „Nobody’s Tune“ in den Plattenläden und überzeugt mit seiner lässig vorgetragenen Mischung aus Jazz, Swing und Pop. Warum er selbst lieber die kleineren Läden besucht, um in den Regalen zu stöbern und was Ella Fitzgerald mit seiner Liebe zu Plattenläden zu tun hat, verrät der sympathische Sänger aus Amsterdam in seiner Video-Botschaft.

Instore-Konzert am 5.11. mit Bisseh Akamé im Bauer & Hieber Musikalienzentrum Erfurt

Bisseh Akamé
Bisseh Akamé

Die Jazz- und Chanson-Sängerin Bisseh Akamé verbindet spielerisch das Beste aus vielen Welten: Die Stimme ist klassisch – und sie hat Soul.

Wenn die Deutsch-Kamerunerin die „Seeräuber-Jenny“ aus der Dreigroschen-Oper interpretiert, schlüpft sie mit Haut und Haaren in ihre Rolle. Weitere deutsche Chansons von Kurt Weill oder Friedrich Hollaender intoniert Bisseh Akamé mit derselben Hingabe wie Stücke aus „Cabaret“, Jazz, Bossa Nova und Soul.

Bisseh Akamé beweist mit ihren Auftritten Entertainer-Qualitäten, die ihren Shows immer auch einen Revue-Charakter verleihen.

Am 05.11.2009 (Beginn ab 19.00 Uhr) tritt die Künstlerin im Rahmen eines Plattenladenwoche Instore-Konzerts im Bauer & Hieber Musikalienzentrum Erfurt auf und präsentiert ihre neue CD zum Programm: „Bisseh Akamé: From Berlin to Broadway!“.

Audio-Statement – Robert Sadin

Zu seinen Höhepunkten zählt zweifelsohne Herbie Hancock’s „Gershwin’s World“, dass u.a. mit einem Grammy Award zu Kritiker-Ehren kam. Robert Sadin war als Produzent und Arrangeur am Entstehen dieses außergewöhnlichen Albums beteiligt.

Sein feines Gespür zwischen Klassik & Jazz beschert uns in diesem Jahr einen Ausflug in die Renaissance. Das aktuelle Album „Art of Love“ (seit 4. September erhältlich) würdigt den Dichter & Komponisten Guillaume de Machaut. Gemeinsam mit Künstlern wie Brad Mehldau, Madeleine Peyroux oder Seamus Blake gelangt es Robert Sadin, Machauts Werke in ein vielseitiges Album gekonnt zu überführen.

Wir freuen uns, dass Robert Sadin die Plattenladenwoche unterstützt und dies in einem Audio-Statement zum Ausdruck bringt:

Sophie Hunger: „Ich vertraue meinem Händler und lasse mich von ihm überraschen“

Sophie Hunger (Foto: Universal Music Group)
Sophie Hunger (Foto: Universal Music Group)

Wie wichtig ist für Dich der Fachhandel in Zeiten von Internet und MP3, sowohl als Musikerin als auch als Kundin und Musikfan?

Das Internet hat kein Interesse an Musik in einem spezifischen Sinne, nur an Ihrem Konsum oder ihrem Nutzen. Der Fachhändler denkt in einer ganz anderen Dimension, er bezieht sich auf die Musik selbst. Als Musiker oder Musikfan ist das ein echter Gesprächspartner. Der Fachhandel ist ungeheuer wichtig für die Aufrechterhaltung der Musikkultur und Mitbestandteil ihrer.

Welche Bedeutung haben Plattenläden für die Musikkultur im allgemeinen und für Deine Musik im besonderen?

Ein guter Plattenladen kann für mich eine Übersicht bewahren über etwas, was mir längst undurchschaubar vorkommt. Der Plattenhändel ist Spezialist geblieben, in einem Gebiet das von Zufälligkeit und Oberflächlichkeit beherrscht ist. Mein Plattenladen in Zürich bietet mir sogar die Möglichkeit, vorbeizugehen und einen Stapel mitzunehmen, ohne dass ich mich durch die Gestelle wühlen musste. Ich vertraue meinem Händler und lasse mich von ihm überraschen.

Wann und wo hast Du Deine ersten Schallplatten oder CDs gekauft, und welche Erinnerungen verbindest Du mit Plattenläden?

Während der Schulzeit, beim Schwänzen, an Regentagen die Tagesbeschäftigung „Plattenladen“. Ich bin stundenlang in Läden rumgehangen und habe mir CDs angehört um am Schluss vielleicht eine erstehen zu können. Eine neue CD – das war das Versprechen auf ein ganzes neues Leben. Wir haben das aufgesogen. Das Booklet, die Vermerke innen drin, die Fotos, die Lyrics, die CD an sich. Das war ein bedeutungsvoller Gegenstand.

Was sind Deine / Ihre aktuellen CD-Tipps, und welche Musiker und Alben sollten in keinem CD-Regal fehlen?

Marc Lenagan – Bubblegum

Kashmir  – Citylights, No Balance Palace

Gomez

Jeff Buckley – alle

Grizzly Bear – alle

C. Gibbs – Parade of small Horses

Bon Hiver – To Emma

The Young Gods – Knock on Wood

Malcolm Braff

Alles von Nina Simon

Alles von Dylan

Tom Waits – early recordings

Alles von Radiohead

Evelinn Trouble – arbitrary act

Anna Aaron – unreleased demos

Bugge Wesseltoft – Video-Statement

Der norwegische Pianist Bugge Wesseltoft brachte mit elektronischen Elementen frischen Wind in den Jazz und bietet mit dem von ihm gegründeten Label Jazzland der vielfältigen skandinavischen Jazz-Szene der Neuzeit nicht nur in diesem Zusammenhang eine Plattform. Daß er bei aller Experimentierfreudigkeit nicht die Verbindung zu den Wurzeln verliert, beweist er am Klavier mit rein akustischen Veröffentlichungen wie dem im Februar erschienenen „Playing“.

Nicht verwunderlich also, daß die Verbindung zwischen „alt“ und „neu“ auch bei der Beantwortung unseres Interviews per Video-Statement ein ständiges Thema ist:

Götz Alsmann: „Ein kompetenter Ansprechpartner ist mindestens ebenso von Nutzen wie ein guter Beichtvater“

„Ich unterstütze die Plattenladenwoche, weil es schon schlimm genug ist, dass es keine Milchgeschäfte und Schusterwerkstätten mehr gibt. Rettet die Artenvielfalt!“

Götz Alsmann (Foto: Mat Henneck/EMI Music)
Götz Alsmann (Foto: Mat Henneck/EMI Music)

Wie wichtig ist für Sie der Fachhandel in Zeiten von Internet und MP3, sowohl als Musiker als auch als Kunde und Musikfan?

Je ernsthafter das Interesse für Musik ist, desto ausgefallener entwickelt sich oft der Geschmack. Da ist ein kompetenter Ansprechpartner mindestens ebenso von Nutzen wie ein guter Beichtvater.

Welche Bedeutung haben Plattenläden für die Musikkultur im Allgemeinen und für Ihre Musik im Besonderen?

Kommunikationszentrum, Geheimtipbörse, Diskussionsforum, oder, um es mit Roy Black zu sagen: „Du bist nicht allein“.

Wann und wo haben Sie Ihre ersten Schallplatten oder CDs gekauft, und welche Erinnerungen verbinden Sie mit Plattenläden?

1968 bei Radio Suntrup vis-à-vis vom Hauptbahnhof. Ich habe die Platte noch heute und immer wenn ich sie auflege steigt mir das Aroma aus der nebenan befindlichen Pommesbude in der Nase.

Was sind Ihre aktuellen CD-Tipps, und welche Musiker und Alben sollten in keinem CD-Regal fehlen?

Da muss ich aus Befangenheitsgründen leider passen.