Alle Beiträge von Marcus-Johannes Heinz

Signierstunde mit Anne-Sophie Mutter am 22.10.2013 bei Ludwig Beck in München

Er war ein Meister der großen Gefühle: der böhmische Komponist Antonín Dvořák. Sein „Violinkonzert Op. 53“ beispielsweise schafft es noch heute, Menschen zu Tränen zu rühren. Es ist daher eine große Herausforderung, sich diesem Pathos zu stellen.

Sie ist die wohl bedeutendste Star-Persönlichkeit in der Geschichte der Deutsche Grammophon: Anne-Sophie Mutter, die sich zu ihrer ersten Aufnahme dieses Konzertes nach langer, rund drei Jahrzehnte währender Pause wieder mit den Berliner Philharmonikern vor den Mikrofonen zusammen fand und eine Referenzeinspielung schuf, mit der sie diesen Klassikherbst bereichert. Das Dvořák-Album erscheint am 25. Oktober (Deutsche Grammophon/Universal Music CD 4791060, Deluxe Edition CD+DVD 47919841).

Damit man ihr womöglich eine Frage dazu stellen und sich das ein oder andere Album signieren lassen kann, ist Anne-Sophie Mutter im Rahmen der Plattenladenwoche 2013 am Dienstag 22. Oktober um 17 Uhr in einem ihrer Lieblings-Plattenläden, der Musikabteilung von LUDWIG BECK am Münchner Marienplatz zu Gast. Eine gute und seltene Gelegenheit, die wohl beste Geigerin der Welt persönlich und nicht aus der Distanz des Konzertsaalsessels zu erleben.

Anne-Sophie Mutter (Foto: Tina Tahir / DG)
Anne-Sophie Mutter (Foto: Tina Tahir / DG)

Telefongespräche mit Glenn Gould am 20.10.2012 bei L&P Classics in Berlin

The Story of a Genius. Eine Legende zu Lebzeiten, deren Faszination und Rätselhaftigkeit auch 30 Jahre nach ihrem Tod noch immer eher zu- als abnimmt. Ein Ausnahme-Künstler mit der Aura eines Popstars: ein »James Dean am Klavier«, »as iconic as Jim Morrison«… Seine millionenfach verkauften Aufnahmen haben Kult-Status. Ein einsamer, menschenscheuer Exzentriker, der sich nur in der Geborgenheit eines Tonstudios wohl fühlte. Er kauerte vor seinem Flügel »wie ein niederer Primat«, so der SPIEGEL, wild gestikulierend und laut mitsingend, und er spielte wie keiner je vor ihm oder nach ihm. »Der größte Pianist aller Zeiten«, so der österreichische Schriftsteller Thomas Bernhard (1983) in seinem Glenn Gould-Roman Der Untergeher. Und viel mehr als das: Organist, Cembalist und Dirigent, Komponist, Produzent und Schriftsteller, Schauspieler und Comedian, Rundfunk- und Fernseh-Pionier, und ein Visionär des frühen Medien-Zeitalters, dessen Ideen von einem selbstbestimmten, »wohltemperierten« Publikum bis heute fortwirken. (Michael Stegemann)

In einer L&P Classics Lounge werden Musik und Texte des großen Pianisten zu Gehör gebracht. Der Schauspieler Gerd Wameling und der Musikkritiker Kai Luehrs–Kaiser werden Antworten geben, wer dieser Glenn Gould nun eigentlich war.

Samstag 20. Oktober 2012, 20:00 Uhr (Einlass ab 19:30 Uhr), L&P Classics, Welserstr. 28, 10777 Berlin: Gerd Wameling und Kai Luehrs-Kaiser lesen Telefongespräche mit Glenn Gould – Musik und Texte des großen Pianisten

Das L&P Classics Team bittet aufgrund des sehr beschränkten Platzangebots im Plattenladen freundlichst um baldige Anmeldung (Fon 030-88043043 – Fax 030-88043044 – ed.scissalcplnull@ofni).

ACHTUNG:

Wegen des sehr beschränkten Platzangebots im Plattenladen und einer Flut an Anmeldungen wird die Veranstaltung verlegt:

Mittwoch 31. Oktober 2012, 20:00 Uhr (Einlass und Bar-Öffnung 19:00 Uhr), Maison de France, Kurfürstendamm 211 (Ecke Uhlandstr.), 4. Etage in der ehemaligen Offiziersmesse

 

Glenn Gould (Foto: Hunstein)

Spark live am 18.10.2012 um 19:00 Uhr bei Opus 61 in Dresden

Dass der Funke so schnell und mit durchschlagender Wirkung überspringen würde, haben Daniel Koschitzki und Andrea Ritter wohl selbst kaum für möglich gehalten, als sie 2007 ihr ungewöhnliches Kammermusikensemble Spark ins Leben riefen. Doch inzwischen – nach zahlreichen ausverkauften und bejubelten Konzertauftritten sowie einem ECHO Klassik im vergangenen Jahr – hat das führende Klassiklabel Deutsche Grammophon Sparks zweites Album „Folk Tunes“ veröffentlicht. Gemeinsam mit Geiger Stefan Glaus, Cellist Victor Plumettaz und dem Pianisten Mischa Cheung bilden die beiden Blockflötisten Koschitzki und Ritter ein Quintett, dessen Besetzung einzigartig ist und das in puncto Spielfreude, Bühnenpräsenz und Interaktion mit dem Publikum seinesgleichen wohl nur in der Rockmusik findet.

Innerhalb kürzester Zeit hat sich Spark vom exotischen Geheimtipp zu einer der vielversprechendsten jungen Formationen der internationalen Klassikszene entwickelt. Virtuos und unbefangen bewegt sich das Ensemble zwischen verschiedenen Musikwelten und kombiniert klassische Meister mit zeitgenössischer Avantgarde, Minimal Music, packenden Rhythmen, Filmmusik und einer guten Portion Folk – oft in Form eigener Arrangements und mit einem bunten Sammelsurium aus bis zu 40 verschiedenen Flöten im Gepäck. Die Herzen ihrer rasch wachsenden Fangemeinde gewinnen Spark ebenso in traditionell klassischen Spielstätten wie auf alternativen Festivals. Offenbar trifft die „klassische Band“, wie sich die Gruppe selbst nennt, den Nerv der Zeit. 2011 wurde ihr Debütalbum „Downtown Illusions“ mit dem renommierten Echo Klassik in der Kategorie „Klassik ohne Grenzen“ ausgezeichnet und fand begeisterten Zuspruch in der Presse.

Entscheidende Triebfeder für Spark ist das Live-Erlebnis. Viele ihrer ungewöhnlichen Arrangements entstehen aus dem Zusammenspiel und dem gemeinsamen Experimentieren heraus. Als Publikumsrenner ihrer „Downtown Illusions“-Konzerte erwies sich ein offener Programmteil, in dem, so Andrea Ritter, „sich Musiker aus ganz unterschiedlichen Ländern und mit völlig verschiedenem Hintergrund gegenseitig die Klänge ihrer Heimat vorstellen.“ Mit „Folk Tunes“ stellt Spark dieses Konzept nun erstmals im Albumformat vor, im Rahmen der Plattenladenwoche 2012 auch in Plattenläden.

Am Donnerstag, 18. Oktober 2012 um 19:00 Uhr spielen Spark ein Instore-Konzert bei Opus 61 in Dresden.

Spark (Foto: Steffen Jagenburg / Universal)

Warm-Up mit Cecilia Bartoli und Donna Leon bei Dussmann Das KulturKaufhaus in Berlin am 13.10.2012

Die Signierstunde mit Cecilia Bartoli und Donna Leon musste aus gesundheitlichen Gründen leider kurzfristig abgesagt werden. Siehe auch hier.

Donna Leon & Cecilia Bartoli (Foto: Decca / Uli Weber)

Für ihr neues Album “Mission” begab sich Cecilia Bartoli auf die Spuren des fast vergessenen mysteriösen Opernkomponisten, katholischen Klerikers und Diplomaten Agostino Steffani. Das Album mit weitgehend unbekannten Barockarien ist so spannend wie ein Krimi. Die Krimiautorin Donna Leon hat dem Leben und Wirken von Agostino Steffani, einer der schillerndsten Figuren des Hochbarock, ihren neuen Roman „Himmlische Juwelen“ gewidmet.

Der einstige Chorknabe aus einer einfachen norditalienischen Familie brachte es weit: Agostino Steffani wurde zu einem der angesehensten Komponisten und gefragtesten Diplomaten seiner Zeit. Er komponierte für die Kurfürsten von Bayern, Braunschweig-Lüneburg und der Pfalz. Seine Oper „Servio Tullio“ etwa schrieb er zur Vermählungsfeier des bayrischen Kurfürsten Max Emanuel und der Erzherzogin Maria Antonia von Österreich, und zur feierlichen Eröffnung des Theaters im Leineschloss zu Hannover wurde sein „Henrico Leone“ uraufgeführt. Ebenso großes Geschick wie in der Musik zeigte er im Namen seiner Dienstherren bald auch als Diplomat. Für die Heiratsprojekte des bayerischen Kurfürsten etwa wurde er mehrfach als Geheimagent tätig. Und im Auftrag des Kurfürsten Ernst August von Hannover agierte er in delikater Mission als Sondergesandter an den katholischen Fürstenhöfen des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. In Anerkennung seiner Verdienste verlieh ihm der Papst die Bischofswürde und setzte ihn als apostolischen Vikar an die Spitze der katholischen Bewegung in Norddeutschland.

Cecilia Bartoli zeigt mit ihrem neuen Album „Mission“ eindrucksvoll, dass Agostino Steffanis Musik völlig zu Unrecht in Vergessenheit geraten ist. Kongenial begleitet vom neuen Roman der  Bestsellerautorin Donna Leon gewährt uns die römische Operndiva einen faszinierenden Einblick in das Zeitalter der Intrigen und höfischen Ränkespiele, des Absolutismus nach französischem Vorbild und der Konflikte zwischen päpstlicher und kaiserlicher Macht. Im Zentrum steht natürlich Steffanis großartige Musik: Auf ihrem Album präsentiert Cecilia Bartoli nicht weniger als 21 Weltpremieren inklusive vier Duetten mit dem gefeierten Countertenor Philippe Jaroussky – verlorene Schätze eines frühen Meisters der Barockoper zwischen Monteverdi und Vivaldi.

Am Vortag der diesjährigen ECHO Klassik-Gala, bei der Cecilia Bartoli und Donna Leon gemeinsam die Laudatio auf Philippe Jaroussky halten, sind die beiden Damen zum Auftakt der bevorstehenden Plattenladenwoche 2012 bei Dussmann zu Gast:

Samstag 13. Oktober 2012, 17:30 Uhr: Signierstunde Cecilia Bartoli und Donna Leon bei Dussmann Das KulturKaufhaus in Berlin (siehe oben)

Donna Leon & Cecilia Bartoli (Foto: Decca / Uli Weber)

Zugabe: CD-Präsentation und Signierstunde mit Martin Stadtfeld bei Hanse CD in Hamburg

Martin Stadtfeld (Foto: Adrian Schmidt)

Montag 17. Oktober

20354 Hamburg, HANSE CD im Hanse Viertel

17.30 Uhr: CD-Präsentation und Signierstunde mit Martin Stadtfeld

Am 14. Oktober erscheint das neue Album des Pianisten Martin Stadtfeld, sein zweites mit Bach-Konzerten, bei den an der Plattenladenwoche teilnehmenden Klassikfachhändlern in einer exklusiven Limited Edition mit Bonustracks: Bachs Presto aus der Partita in g-Moll, bearbeitet von Johannes Brahms, und Siciliano in g-Moll, bearbeitet von Wilhelm Kempff.

„Ich liebe Bachs Musik“, sagt Martin Stadtfeld. „Bach ist eine Konstante in meinem Leben. Ich brauche Bach für meine Seele, es rückt die Dinge wieder gerade, es ist die wichtigste Musik, die es gibt.“ Sehr erfolgreich hat sich der ECHO-Preisträger in die lange Reihe großer Bach-Interpreten eingereiht, und es mehren sich die Stimmen, die seine klugen Interpretationen mit den legendären Aufnahmen Glenn Goulds in einem Atemzug nennen. Ausladende Arm- und Körperbewegungen sind Stadtfelds Sache nicht, eher konzentriert er sich auf die Kraft der Finger und erzeugt einen außergewöhnlich organischen Fluss. Mit seinem weichen Anschlag und den samtenen Konturen erinnert sein Spiel aber auch ein wenig an Murray Perahia. Der Sinn fürs Schöne und handwerklich Noble, aber auch ein Mut zur Distanz zeichnen seine Aufnahmen von Bachs Klavierkonzerten ebenfalls aus.

Als Zugabe zur Plattenladenwoche präsentiert Martin Stadtfeld das neue Album höchstpersönlich und live im Gespräch mit Michael Brüggemann, Vice President Classical Germany, Sony Music, in den neuen Geschäftsräumen von HANSE CD im Hanse Viertel.

HANSE CD im Hanse Viertel, Hamburg

Chen Reiss im Gespräch bei Ludwig Beck in München am 15.10.2011 um 17 Uhr

Am Samstag 15. Oktober um 17 Uhr lädt die Musikabteilung von Ludwig Beck am Münchner Marienplatz zu einem Gespräch zwischen der Sopranistin Chen Reiss und dem Journalisten Markus Thiel (Münchner Merkur) anlässlich der Veröffentlichung der neuen CD „LIAISONS“ (Onyx). Darauf interpretiert Chen Reiss mit dem Ensemble L’arte del mondo (Werner Ehrhardt) Arien von Mozart, Haydn, Cimarosa und Salieri. FÄLLT LEIDER AUS!

Chen Reiss

Bei den Auftritten der in New York ausgebildeten Sopranistin Chen Reiss reagieren Kritik und Publikum in selten begeisterter Einmütigkeit. Die Künstlerin sang bereits wichtige Rollen am Teatro alla Scala, an der Wiener Staatsoper, der Bayerischen Staatsoper, der Semperoper Dresden, der Hamburgischen Staatsoper, der Oper Frankfurt, der Philadelphia Opera, der Florida Grand Opera, der Opéra de Québec und am Théâtre des Champs Élysées in Paris. Sie gab zudem Konzerte bei den Festspielen in Salzburg, Ludwigsburg, Luzern, beim Rheingau Festival und im Rahmen der Wiener Festwochen. Begleitet von den Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle, spielte Chen Reiss den Soundtrack für den Film „Das Parfüm“ ein. Sie arbeitet regelmäßig mit berühmten Dirigenten wie Daniel Barenboim, Zubin Mehta, Marek Janowski und Daniele Gatti zusammen.

Auch in den großen Konzertsälen der Welt ist Chen Reiss zuhause und sang mit der Staatskapelle Berlin, den Münchner Philharmonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Rundfunk-Sinfonie-Orchester Berlin, dem Atlanta Symphony, dem Minnesota Orchestra, dem New Japan Philharmonic, dem Münchner Rundfunkorchester u.a.

Einladungen zu Liederabenden führten Chen Reiss in die New Yorker Carnegie Hall, in die Berliner Philharmonie, an das Münchner Prinzregententheater, zum Schleswig-Holstein Musikfestival, in die Bremer „Glocke“, in das Konzerthaus Dortmund, in die Alice Tully Hall sowie in das Palais des Beaux-Arts in Brüssel.

Thomas Quasthoff zu Gast bei der L&P Classics Lounge

Update: Aus privaten Gründen, die der Künstler mit der Bitte um den nötigen, der Situation angemessenen Respekt dieser Entscheidung gegenüber nicht weiter erläutern möchte, hat sich Thomas Quasthoff dazu entschlossen, die Veranstaltung am kommenden Donnerstag, 4. November 2010, sowie alle weiteren öffentlichen Auftritte und Konzerte in den kommenden vier Wochen abzusagen. Wir bitten um Ihr Verständnis und hoffen, die Veranstaltung zu einem späteren Zeitpunkt nachholen zu können.

Thomas Quasthoff (Foto: Harald Hoffmann/DG)

„Er kann auch Funk und Blues“, „Eine Stimme wie ein Regenbogen“, „Ein Fest der Ruhe und Stille“ – die Schlagzeilen zum neuen Album „Tell it like it is“ mit Thomas Quasthoffs Lieblingssongs aus Soul, Pop und Blues sprechen für sich. Dem Bassbariton ist wieder einmal – nach dem „Jazz Album“ jetzt schon zum zweiten Mal auf Deutsche Grammophon – der Spagat zwischen klassisch ausgebildeter Stimme und jazzigem Lebensgefühl in der Stimme gelungen. Und so attestiert die Wiener Zeitung ganz zu Recht: „Die ausgefeilte Phrasierung, die beigemengte Basswärme: sinnlicher Soul aus dem Geist hoher Klangkultur.“

L&P Classics und das Axel Hotel Berlin machen es möglich: Erleben Sie Thomas Quasthoff in den Räumlichkeiten des modernen Design-Hotels im Live-Gespräch und in Video-Kostproben seines neuen Programms. Im Axel Hotel Berlin haben Sie nicht nur die einmalige Möglichkeit, diesen Top-Künstler der Klassikszene in entspannter, geradezu privater Atmosphäre kennen zu lernen, sondern bei der anschließenden Signierstunde auch ihre ganz persönlichen Fragen an den Künstler zu stellen und das unvergessliche Erlebnis bei einem Glas Wein oder Prosecco an der Bar zu genießen.

Donnerstag, 4. November 2010, 19.30 bis 21.00 Uhr, Axel Hotel Berlin direkt gegenüber von L&P Classics, Welserstr. 28/Ecke Lietzenburgerstr., 10777 Berlin

Laden-Konzert mit dem Ensemble L’Art du Bois im Musikhaus Tonger, Köln am 29.10.2010

Direkt im Anschluss an einen Auftritt in der WDR3-Sendung „Mosaik“, in dem vier Mitglieder des Ensembles „L’Art du Bois“ ihre neue, gerade bei EtCetera erschienene CD „Musical Humors and Lamentations“ vorstellen, sind die Musiker im Musikhaus Tonger live zu erleben.

L’Art du Bois - Musical Humors and Lamentations

Die insgesamt sechs jungen Musiker des Ensembles L’Art du Bois bringen seit 2004 Musik des Mittelalters, der Renaissance sowie des Barock in eigenen Arrangements zum Klingen. Dabei profitiert das international besetzte Ensemble von der langjährigen Duoerfahrung der beiden Lautenisten, von zahlreichen Kammermusikprojekten der Blockflötistinnen gemeinsam mit der Gambistin, sowie von der intensiven Zusammenarbeit des Blockflötentrios L’Art du Bois seit 2002.

Bei den Jurys internationaler Wettbewerbe und bei der Fachpresse stößt L’Art du Bois auf ungeteilte Zustimmung: Das Ensemble zählte 2006 zu den Finalisten der International Young Artists Presentation in Antwerpen und gewann im Oktober desselben Jahres in Den Haag sowohl den Jury- als auch den Publikumspreis sowie einen Sonderpreis des Van Wassenaer Concours für Alte Musik. Im Januar 2007 wurde L’Art du Bois von der Göttinger Händel-Gesellschaft zum 1. Preisträger der Göttinger Reihe Historischer Musik gekürt. Im September 2007 erhielten die Musiker den 2. Preis beim Concorso Internazionale di Musica Antica in Genua. 2009 wurde das Ensemble beim Wettbewerb Musica Antiqua in Brügge mit dem Publikumspreis und dem 2. Preis der Jury ausgezeichnet.

Die vier anwesenden Musiker spielen Auszüge aus ihrem neuen Programm in der Besetzung für Block- und Traversflöte, Laute bzw. Theorbe und Barockgitarre sowie Viola da Gamba. Das Musikhaus Tonger lädt alle Besucher zu einem kleinen Umtrunk ein.

Christiane Karg: „Gerne lasse ich mich von fachkundigem Personal beraten, das sich viel besser auskennt, als ich das tue.“

Christiane Karg (Steven Haberland)
Christiane Karg (Steven Haberland)

„Ich unterstütze die Plattenladenwoche, weil ich trotz aller Vorteile des Online- Kaufes lieber ein Produkt in der Hand habe.“

Wie wichtig ist für Sie der Fachhandel in Zeiten von Internet und MP3, sowohl als Musiker als auch als Kunde und Musikfan?

Gerne halte ich ein gutes CD-Produkt in Händen und im CD-Regal. Das  Durchblättern eines Booklets ist durch nichts zu ersetzen und kann spannend wie ein gutes Buch sein. Das setzt aber voraus, dass es sich um eine sorgfältig produzierte Platte handelt, die mit einem ansprechenden und informativen Booklet punkten kann. Oft brauche ich allerdings nur ein bestimmtes Stück, und da greife ich schon mal zum Online-Portal und stelle mir dann auf dem MP3-Player mein Lern-Programm zusammen.

Welche Bedeutung haben Plattenläden für die Musikkultur im allgemeinen und für Ihre Musik im besonderen?

In einem gut sortierten Laden kann ich Stunden verbringen, um verschiedene Aufnahmen zu hören und die für mich beste zu kaufen oder einfach zu stöbern und zu entdecken, was es Neues gibt und was Kollegen für Ideen haben. Gerne lasse ich mich von fachkundigem Personal beraten, das  sich insbesondere bei alten  Aufnahmen viel besser auskennt, als ich das tue.

Wann und wo haben Sie Ihre ersten Schallplatten oder CDs gekauft, und welche Erinnerungen verbinden Sie mit Plattenläden?

Keine Ahnung, wann ich die erste CD gekauft habe. Aber bestimmt war es damals keine klassische Aufnahme. Plattenläden verbinde ich mit Abschalten und Zeit haben. In Eile kaufe ich Musik gar nicht gerne.

Was sind Ihre aktuellen CD-Tipps, und welche Musiker und Alben sollten in keinem CD-Regal fehlen?

Das kann ich nur für meinen CD-Schrank beantworten: auf Renee Flemings CD ‚Haunted Heart‘  könnte ich nicht verzichten. Ebenso brauche ich immer wieder italienische Musik, die mir gute Laune bringt. Ich mag SängerInnen wie Gianna Nannini, Joe Jocker, Rod Stewart mit ‚kaputten‘ Stimmen, da ich die hoffentlich nie haben werde. Klassische Musik, vor allem Vokalmusik, fesselt mich dagegen so, dass  ich nichts anderes daneben machen kann.

Und da höre ich zum Studium oder aus Freude wirklich alles.