Alle Beiträge von Daniel Ahrweiler

Thomas Götz (Beatsteaks): „Die Entscheidung für das Format der Schallplatte kommt durch Ihre Größe meiner Kurzsichtigkeit sehr entgegen und wird meinem fortgeschrittenen Alter ebenfall gerecht“

„Kick out the jams!“ Thomas Götz (Beatsteaks)

 

Beatsteaks
Beatsteaks

Wie wichtig ist für Dich der Fachhandel in Zeiten von Internet und MP3, sowohl als Musiker als auch als Kunde und Musikfan?

Der/Die Schallplattenfachverkäufer/In an sich übt in meinen Augen einen ehrenvollen und angesehenen Beruf aus. In einer nahezu perfekten Umgebung(Ladenfläche, Tresen, Kasse, Kopfhörer, Schallplatten,…), ermöglicht er/sie mir, das Tonträgerformat zu finden, welches mir trotz der erheblichen Umwälzungen, die die letzten Jahre mit sich brachten(Perestroika/Latte Macchiato/Al Kaida), das liebste geblieben ist. Trotz ausführlicher Recherche des Internets bezüglich neuer Musik, gehe ich nach wie vor zu meinem persönlichsten Vergnügen in Plattenläden stöbern und treffe meine Kaufauswahl wie eh und je nach auschließlich optischen Gesichtspunkten (Verpackung). Die Entscheidung für das Format der Schallplatte kommt durch Ihre Größe meiner Kurzsichtigkeit sehr entgegen und wird meinem fortgeschrittenen Alter ebenfall gerecht.

Zusätzlich benutze ich das Format mp3 und die dazugehörigen Internetportale um meinen MP3 Player zu füttern, der dem althergebrachten Walkman in mancherlei Hinsicht überlegen zu sein scheint.

Welche Bedeutung haben Plattenläden für die Musikkultur im allgemeinen und für Deine Musik im besonderen?

Plattenläden führen im heutigen Musikbetrieb ein Nischendasein, das von vielen geschätzt und wenigen benutzt wird. Für einige Berufsgruppen, wie dem althergebrachten Vinyl-DJ sind sie neben manchem Internet Mailorder der letzte Strohhalm, an den es sich zu klammern lohnt.

Wann und wo hast Du Deine ersten Schallplatten oder CDs gekauft, und welche Erinnerungen verbindest Du mit Plattenläden?

>Erste Schallplatte: UDO LINDENBERG: PANISCHE NÄCHTE, gekauft 1977 bei PLATTENLÄDLE REUTLINGEN in der Metzgerstrasse. Erinnerungen daran: Nur die Besten!

Was sind Deine aktuellen CD-Tipps, und welche Musiker und Alben sollten in keinem CD-Regal fehlen?

In einem Schallplattenregal sollten ausschließlich Schallplatten stehen, die dem/der Inhaber/In gefallen, keinesfalls Empfehlungen von drittklassigen Schlagzeugern, die ihre miese Existenz durch möglichst geschmackssichere Tips aufzuwerten versuchen. Wem das nicht reicht, der besorge sich alles von Guns and Roses, Genesis, Wishbone Ash und Kate Bush….

Björn Sonnenberg (Karpatenhund): „Plattenläden als wichtiger Ort sind noch immer unverändert Teil meines Lebens“

„Ich unterstütze die Plattenladenwoche, weil ich in keiner Welt leben möchte, in der ich nicht in Plattenläden laufen kann und mit verborgenen Schätzen wieder nach Hause gehen.“ (Björn Sonnenberg)

Karpatenhund (Foto: Georg Roske)
Karpatenhund (Foto: Georg Roske)

Wie wichtig ist für Dich der Fachhandel in Zeiten von Internet und MP3, sowohl als Musiker als auch als Kunde und Musikfan?

Plattenläden als wichtiger Ort sind noch immer unverändert Teil meines Lebens seit ca. 13 Jahren, als ich aktiv anfing, dort Musik zu kaufen (und irgendwann auch mal ein Jahr in einem Plattenladen arbeitete). Ich habe vielleicht drei mal bei itunes etwas gekauft, Schallplatten oder CDs sind nach wie vor die Darreichungsform, die am besten dazu paßt, wie ich Musik genieße: als Gesamtkunstwerk, als kostbares, habenswertes kleines Objekt, das ins Leben tritt und dann dort bleibt (bzw. im Plattenschrank). Eine Platte hat einen Ewigkeitscharakter, anders als ein File, das man irgendwann satt hat und vom ipod nimmt und durch ein anderes ersetzt. Man erinnert sich bei einer Platte wann und wo man sie gekauft hat. Es ist ein sentimentaleres und romantischeres Erschließen von Musik. Das ist gewiß keine allgemeingültige Wahrheit, aber für mich ist es eben so und mp3s sind ein schnelles, billiges Medium, wie eine moderne virtuelle Audiokassette: sie haben einen Zweck und eine Berechtigung, aber es ist für mich nicht dasselbe Vergnügen wie das, das ich an richtigen Tonträgern habe und den Läden, in denen sie stehen. Kramen in Regalen, verschollene oder neue Platten entdecken, weil das Cover einen anspricht… es gefällt mir sehr.

Welche Bedeutung haben Plattenläden für die Musikkultur im allgemeinen und für Deine Musik im besonderen?

Sie sind ein Ort, an dem man Dinge sieht, auf die man beim Klicken durchs Angebot von itunes nicht unbedingt stößt: alte Sachen, Obskures, Vergessenes, Übersehenes. Im Idealfall gibt es jemanden, der eine Ahnung hat, Empfehlungen aussprechen kann, Begeisterung für das hat, was er tut bzw. verkauft und mit dieser Begeisterung andere anstecken kann. Für alles, was nicht mittendrin im Mainstream stattfindet, sind solche Leute und dazugehörige Orte notwendig.

Wann und wo hast Du Deine ersten Schallplatten oder CDs gekauft, und welche Erinnerungen verbindest Du mit Plattenläden?

Ach, übliche Erinnerungen: Platten, die aus unerklärlichen Gründen ganz billig waren, Platten, die man nie zuvor gesehen hatte, aber davon gehört, daß es sie gibt und auf einmal waren sie greifbare Wirklichkeit… eben so eine Aufregung darüber, zu merken, daß es eine Welt in der Welt gibt, die immer nur spannender wird, je tiefer man sich in sie hineingräbt. Zu merken, daß man NIE genug Platten haben kann und eine immer zu drei weiteren führt. Der erste Laden, zu dem ich rituell und andauernd fuhr um Platten zu kaufen war vermutlich Music Pool in Pforzheim oder 2nd Hand Rec. in Stuttgart.

Was sind Deine aktuellen CD-Tipps, und welche Musiker und Alben sollten in keinem CD-Regal fehlen?

Veröffentlichung des Labels CONSTELLATION aus Kanada, sie immer toll aufgemacht sind, damit liegt man immer ganz gut. Aktuell gibt es viele sehr schöne Vinyl-Reissues: Serge Gainsbourg, Monks, Krautrock… alles lebensnotwendige Musik.

Samu (Sunrise Avenue): „It feels more real when you can have it in your hands“

„I support Record Store Week, because they just F***ING ROCK!“

How important is the specialized trade for you in times of the Internet and MP3, as a musician as well as a customer and music fan?

Sunrise Avenue (Foto:  Ville Akseli Juurikkala)
Sunrise Avenue (Foto: Ville Akseli Juurikkala)

For me it’s very important. It’s super cool how these days music is available in so many ways and in so many formats. Personally I think it’s very good that there are still many “traditional” record shops that take the artist as a part of their marketing & sales by letting them perform and meet the fans in stores. That is actually an easy way for the potential music buyers to  see how the artist really is behind all the polished posters and music videos. And it ‘s always very much fun to perform in such small and intimate place.

What meaning do record stores have for the music culture in the general and for your music in particular?

I am a digital buyer these days, mostly because I travel very much and I always have my laptop with me. It’s nice to buy your music lying on your hotel bed after the sound check. But I also love to touch the CDs & LPs  in the store and see the real art work. It feels more real and you feel safer buying it when you can have it in your hands. I was in Tokyo after our show at the legendary Tower Records and I realized I kind of missed the old times when I had to go to a store to buy the music.

When and where did you buy your first records or CDs and what memories do you connect with record stores?

My place was always MAXI MARKET near Helsinki. I always went there with my mom and my very first LP I ever bought was Bon Jovi’s Slippery When Wet. They had a system with the shopping carts that when you collected 100 carts from the parking area back to the store, you got 20 Finnish Marks (3,6 €). An album was 100 FIM those days, so you had to collect 500 shopping carts for each album. That was good business. I remember fighting for the carts with some other guys to get my 16 € full before they close the shop. This is how I got my first albums. I was raised by a single mom and we didn’t have too much extra money.

What are your current CD tips and which musicians and albums should not be missing from any CD shelve?

Do not skip these 10:

John Mayer – Continuum

Seal – Soul

Foo Fighters – Echoes, Silence, Patience & Grace

Tim Christensen – Live at Abbey Road

Keith Urban – Love, Pain and the whole crazy thing

Madonna – Ray of light

Mute Math – Mute Math

Green Day – American Idiot

Cold Play – XY

Sunrise Avenue – PopGasm ;)

2raumwohnung: „Plattenläden sind Treffpunkt für Musikliebhaber“

„Ich unterstütze die Plattenladenwoche, weil Schallplattenläden zur Musik und zur Kultur gehören.“ (Tommi Eckart)

2raumwohnung (Foto: Anca Munteanu Rimnic/EMI Music Germany)
2raumwohnung (Foto: Anca Munteanu Rimnic/EMI Music Germany)

Wie wichtig ist für Dich der Fachhandel in Zeiten von Internet und MP3, sowohl als Musiker als auch als Kunde und Musikfan?

Ich gehe nach wie vor sehr gerne in Plattenläden: große CD-Läden wie in der Friedrichstrasse und am Alex, DJ-Plattenläden in der Kastanienalle und zu 2nd Hand Plattenläden, zb „Musik unter den Gleisen“.

Welche Bedeutung haben Plattenläden für die Musikkultur im allgemeinen und für Deine Musik im besonderen?

Plattenläden sind auch Treffpunkt für Musikliebhaber. Wenn man oft in die Läden geht, werden einem auch gute Sachen empfohlen.

Wann und wo hast Du Deine ersten Schallplatten oder CDs gekauft, und welche Erinnerungen verbindest Du mit Plattenläden?

Meine erste Platte habe ich in München gekauft, der Laden hieß, glaube ich, Stachus Musik.

Für mich sind Plattenläden auch Anknüpfungspunkte, wenn ich in einer anderen Stadt bin. Dann gehen ich in London zu rough trade oder in Milano zum DJ-Plattenladen.

Was sind Deine aktuellen CD-Tipps, und welche Musiker und Alben sollten in keinem CD-Regal fehlen?

Gerade höre ich alles von Nick Drake. Emiliana Torrini ist super und endlich über den Geheimtippstatus hinaus. Fan bin ich auch von der neuen Pet Shop Boys und einer unbekannteren Blues-Band namens Lhasa.

Cassandra Steen: „Im Fachhandel steht die Musik an erster Stelle“

„Ich unterstütze die Plattenladenwoche, weil es wichtig ist Musik wieder als Musik wahrzunehmen und nicht nur als transferierbare Daten.“

Cassandra Steen (Foto: Universal Music)
Cassandra Steen (Foto: Universal Music)

Wie wichtig ist für Dich der Fachhandel in Zeiten von Internet und MP3, sowohl als Musikerin als auch als Kunde und Musikfan?

Sehr wichtig, wenn man eine physische CD in der Hand hat geht man ganz anders mit ihr um als mit runter geladenen MP3s. Im Fachhandel gibt es einen Austausch mit anderen Menschen die sich für Musik interessieren, dort steht die Musik an erster Stelle dann kommt der Konsum.

Welche Bedeutung haben Plattenläden für die Musikkultur im allgemeinen und für Deine Musik im besonderen?

Ich denke, dass es um Entscheidungen geht: heute sagen einem ständig irgendwelche Programme was für Musik man kaufen soll, früher hat man durch Freunde oder von einen Typ im Plattenladen Musik empfohlen bekommen. Das heißt neue Musik ging meist mit einem Erlebnis einher und das hat wiederum der Musik einen persönlicheren Wert verliehen.

Wann und wo hast Du Deine ersten Schallplatten oder CDs gekauft, und welche Erinnerungen verbindest Du mit Plattenläden?

Mein erstes Album war das Debüt-Album von Mariah Carey, damals wollte ich genau so singen wie sie. Ich hab das Album damals im WOM gekauft.

Was sind Deine aktuellen CD-Tipps, und welche Musiker und Alben sollten in keinem CD-Regal fehlen?

Aktuell höre ich viel Michael, vor allem „Off The Wall“

Was auf keinen Fall fehlen darf:

Sade: Diamond Life

Alle Bob Marley-Alben außer Legend

Joni Mitchel Ladies Of The Canyon

Sven Regener (Element of Crime): „Erst wenn man sein neues Album als CD oder auch LP in einem Plattenladen sieht, weiß man wirklich, daß man sie veröffentlicht hat“

„Ich unterstütze die Plattenladenwoche, weil ich nicht wüßte, wie ich das nicht tun könnte!“

Element of Crime mit Steuermann Sven Regener (Foto: Charlotte Goltermann)
Element of Crime mit Steuermann Sven Regener (Foto: Charlotte Goltermann)

Wie wichtig ist für Dich der Fachhandel in Zeiten von Internet und MP3, sowohl als Musiker als auch als Kunde und Musikfan?

Ohne Fachhandel macht das Kaufen physischer Tonträger keinen Spaß. Und ich kaufe gerne physische Tonträger, stöbere herum und so weiter, da ist ja klar, daß der Fachhandel wichtig ist.

Welche Bedeutung haben Plattenläden für die Musikkultur im allgemeinen und für Deine Musik im besonderen?

Für Fragen, das Allgemeine betreffend, bin ich nicht sehr kompetent, aber für unsere Musik im Besonderen sieht das so aus: Erst wenn man sein neues Album als CD oder auch LP in einem Plattenladen sieht, weiß man wirklich, daß man sie veröffentlicht hat. Alles andere hat auch seine Meriten, ist aber für dieses Gefühl zu abstrakt.

Wann und wo hast Du Deine ersten Schallplatten oder CDs gekauft, und welche Erinnerungen verbindest Du mit Plattenläden?

In einem Plattenladen in der Bremer Innenstadt, an dessen Namen ich mich nicht mehr erinnere, aber ich weiß noch genau, wie es dort aussah, und welch ein großes Versprechen die Unmengen an Schallplatten dort in sich bargen. Das muß ungefähr 1972 gewesen sein.

Was sind Deine aktuellen CD-Tipps, und welche Musiker und Alben sollten in keinem CD-Regal fehlen?

Die Eels, Hombre Lobo, sind ein guter Tipp, denke ich. Und „Golden“ von Maike Rosa Vogel. Den zweiten Teil der Frage kann ich nicht beantworten. In der Kunst ist alles erlaubt und alles verboten, so gesehen…

Gunter Gabriel: „Ein Schallplattengeschäft ist wichtiger als eine Kneipe“

Wie wichtig ist für Dich der Fachhandel in Zeiten von Internet und MP3, sowohl als Musiker als auch als Kunde und Musikfan?

Ein Schallplattengeschäft mit kompetenten Leuten ist wichtiger als eine Kneipe. Es ist für mich genauso wichtig, wie ein Buchladen. In einem Schallplattengeschäft kann ich das, was ich haben will anfassen, im Internet nicht. Es gibt nur drei Dinge, an denen ich in meinem Leben nicht vorbeigehen kann. Erstens ein Papierladen, zweitens ein Bücherladen und drittens ein Plattenladen. Das war schon seit meinem dreizehnten Lebensjahr so, als Elvis in mein Leben trat.

Welche Bedeutung haben Plattenläden für die Musikkultur im allgemeinen und für Deine  Musik im besonderen?

Aus meiner Sicht kann ich nur sagen, es gibt doch nichts Besseres, wenn man Musik gehört hat, wo auch immer: Beim Schweinefest in Buxtehude, Rockfestival in Wacken oder einem Schützenfest in Clausthal-Zellerfeld; wenn man anschließend diese Musik auch wirklich kaufen kann und nicht ewig danach herumsausen muss. Da verliert man schnell die Lust. Das Bewusstsein für Kultur überhaupt muss sich ja entwickeln. Ob es nun Malerei, Musik oder Esskultur am Tisch ist. Durch Einflüsse im Elternhaus in der Schule usw… Wie lange hat es gedauert bis ich Ray Charles, Muddy Water, Konstantin Wecker, Funny van Dannen, oder Woody Guthrie, kapiert hab, alles braucht seine Zeit.

Wann und wo hast Du Deine ersten Schallplatten oder CDs gekauft, und welche Erinnerungen verbindest Du mit Plattenläden?

Meine erste Platte, die ich gekauft habe, war „Diana“ von Paul Anka, Vinyl, 5 D-Mark. Der Plattenladen war genau gegenüber von der Schule, jeden Tag sah ich die Platte im Schaufenster liegen. Als ich endlich das Geld dafür zusammen hatte, war es das Kostbarste was ich je besaß. Keine Platte, die ich danach kaufte, hatte je wieder diesen Wert wie diese. Warum: Ich nahm dieses schwarze Vinyl Ding aus der Hülle und auf dem Label stand alles, was ich wissen wollte, nämlich „Diana“, darunter in kleinen Buchstaben, der Name des Komponisten und das hat mich total irritiert. Denn der 14-jährige Paul Anka hatte den Songs selbst geschrieben, welch’ großartige Tat von dem Bengel, das wollte ich auch: Songs schreiben ! Was ist ein Sänger ohne einen guten Song – nichts! Seitdem würde ich niemals eine Platte auflegen, bevor ich mir vorher das Booklet durchlese: Wer hat was geschrieben ? So wurde ich übrigens selbst zum Songschreiber.

Was sind Deine aktuellen CD-Tipps und welche Musiker und Alben sollten in keinem CD-Regal fehlen?

Die neue Bob Dylan

John Lennon Songs,

Zum Aufwachen im Schlafzimmer Paul Mauriat

Fürs Badezimmmer und zum Duschen: Reggae und Bob Marley

Fürs Auto: Bob Dylan, Johnny Cash

Für meine Veranda: Elvis und John Lennon

James Morrison: „In einen Laden zu gehen und eine Platte zu kaufen ist eine Erfahrung“

„I support Record Store Week, because buying records not online is becoming an old trademark it needs to be kept alive to stop the online-generation missing out on so much great music that you can look at too.”

James Morrison (Foto: Universal Music Group)
James Morrison (Foto: Universal Music Group)

Wie wichtig ist für Dich der Fachhandel in Zeiten von Internet und MP3, sowohl als Musiker als auch als Kunde und Musikfan?

Für mich persönlich gibt es nichts vergleichbares dazu, in einen Plattenladen zu gehen und physisch ein Album zu kaufen das du gesucht hast – also ist es sehr wichtig. Besonders weil Du hier Alben finden und kaufen kannst die Du online nicht bekommst.

Welche Bedeutung haben Plattenläden für die Musikkultur im allgemeinen und für Deine Musik im besonderen?

Es ist ein Ort, um Platten zu kaufen. Ich denke, in einen Laden zu gehen und eine Platte zu kaufen ist eine Erfahrung, online kaufen ist sehr eigenartig. Du kannst nicht nach Meinungen und so fragen. So war es schon für lange Zeit und es sollte am besten auch so bleiben.

Wann und wo hast Du Deine ersten Schallplatten oder CDs gekauft, und welche Erinnerungen verbindest Du Sie mit Plattenläden?

Meine erste Platte war „Bad“, meine Mum hat sie mir besorgt. Ich weiß nicht wo sie sie her hatte, aber es war das beste was ich je besessen habe. Ich erinnere mich daran, dass ich als Kind all’ die Platten gesehen habe, die ich mir kaufen wollte, aber nicht leisten konnte.

Was sind Deine aktuellen CD-Tipps, und welche Musiker und Alben sollten in keinem CD-Regal fehlen?

Nicht fehlen sollten Stevie Wonder, Van Morrison, Otis Redding, Nirvana, Sublime. Kürzlich habe ich mir CDs von Fat Freddies Drop, Citizen Cane, James Hunter und Eminem gekauft – alles wirklich gute Künstler und großartige Musiker.

James Morrison Handwriting